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Darts - ist längst nicht mehr britisch. Denn seit der Einführung der Electronic ist Dart international. Und einer der beliebtesten Freizeitbeschäftigungen der Deutschen. Mehr als 4 Millionen haben das Pfeilwurfspiel trendy gemacht. Hinter dem Erfolg steckt der Deutsche Sportautomatenbund e.V., kurz DSAB. Zielsicher trifft sein Slogan ”Im DSAB ist mehr drin” (zu). Doch das ist pures Understatement. Denn im DSAB ist viel mehr drin.

Darts hat Geschichte. Schon Heinrich VIII. hat man ein Faible für Darts nachgesagt. Und selbst die Pilgrim Fathers sollen sich die Zeit auf der 'Mayflower' bei ihrer Reise in die Neue Welt mit Dartspielen vertrieben haben. Ob Legende oder geschichtliche Fakten - darüber mögen sich die Gelehrten streiten.
Keinen Streit gibt es allerdings darüber, daß Dart heute in ist. Wobei die Betonung auf dem Attribut
Electronic Dart liegt. Seit der Einführung der Elektronik Mitte der 80er Jahre ist Darts auch bei uns aus einem langen Dornröschenschlaf erwacht.
Dabei verändert die Elektronik das Spiel überhaupt nicht. Doch sie wertet in Bruchteilen von Sekunden die Würfe aus und gibt sie an Spieler und Zuschauer über ein Display übersichtlich weiter. Der Schiedsrichter, in England Caller genannt, kann getrost zu Hause bleiben.
"Mit der Elektronik hat Darts auch seine sportliche Meisterprüfung mit Auszeichnung bestanden", so Bernd Molkenthin, Pressesprecher des DSAB.
Der DSAB wurde 1989 als erster Electronic Dartverband in Deutschland gegründet und ist das Aufsichtsorgan des Electronic Dartsports. Mittlerweile sind dem DSAB insgesamt über 150 000 Dartspieler beigetreten.
Warum? Die Frage ist schnell beantwortet. Im DSAB haben die sogenannten Compactsportarten, zu denen neben Electronic Dart noch Tischfußball, Poolbillard und Snooker zählen, ein Dach gefunden, unter dem sich diese jungen Sportarten bestens entwickeln können. So modern wie die Sportarten selbst präsentiert sich auch der DSAB, der herkömmliche Sportverbandsstrukturen längst beseitigt hat. ”Bei uns sind Sport und Sportler in. Funktionärsdenken dagegen out!”, macht Molkenthin deutlich.
Mit dieser Dynamik konnte der DSAB in seiner jungen Vergangenheit schon viel bewegen. Dreimal wurde frau und man Teamweltmeister. Einmal Team-Europameister. Dazu kamen zahlreiche Einzeltitel. DSAB-Teams gewannen mehrmals den Worldcup in Las Vegas/USA.
Das Schmuckstück des DSAB ist der Ligaspielbetrieb. Allein hier spielten 2000 über 17 500 Teams mit. Als Sahnehäupchen der Liga präsentiert sich die alljährliche Deutsche Liga Mannschafts-Meisterschaft. Im letzten Jahr nahmen hier weit mehr als 800 Mannschaften – rund 4 200 Spieler - teil. Damit weltweit der größte Dartevent. Nicht weniger als 13 Teams erfüllten sich den Amerikanischen Dart-Traum. Denn sie fliegen in diesem Jahr für eine Woche nach Las Vegas zum Worldcup.
Aber auch die VFS-Punketurnierserie mit den DSAB-Punktedisziplien kann sich sehen lassen. Rund 30 Turniere bundesweit. Mit schönen Preisgeldern. Teilnehmen können nicht nur DSAB-Mitglieder, sondern auch Newcomer, für die besondere Wettbewerb geschaffen worden sind. Die Cracks starten bei den in den Masters und Amateuren sowie in den sechs verschiedenen Liga-Einzelspieler Disziplinen.
Darüber hinaus bietet der DSAB mit dem ”Fünfkampf” und dem ”Sportabzeichen” weitere sportliche Highlights an, die den Teilnehmern tolle Perspektiven bieten.
Ein ganz großer Höhepunkt ist Jahr für Jahr das Master of Masters. Mit rund 60 000 DM Preisgeld für eine einzige Disziplin der Rolls-Royce im Turnierzirkus. Das Fernsehen garantiert ein Millionenpublikum.


DSAB-Geschäftsstelle

Schwester-Elisabeth-Straße 1a
55425 Waldalgesheim
Tel.: 06721 33 787
Fax: 06721 33 559


Electronic Dart - das Spiel (erklärt in der Kurzform)

Abstand vom Board: 2,44m
Pfeile: ca. 20g schwer, ca. 18 cm lang
Mittelpunkt des Boards: Bull's Eye, hier zählen alle Treffer 25 (Outer Bull) oder sogar 50 (Inner Bull)
Triple Ring: dreifach Ring, hier zählen alle Punkte dreifach
Double Ring: zweifach Ring, hier zählen alle Punkte doppelt

Jeder Spieler hat drei Pfeile, die er hintereinander wirft. Bei Turnieren wird dabei von 501 bzw. 301 rückwärts gezählt. Wer zuerst auf auf exakt "0" kommt, hat das Spiel gewonnen.
Wird überworfen, das heißt, der Spieler erzielt eine höhere als geforderte Punktzahl, dann "bustet" es. Der betreffende Spieler muß seinen Gegner ans Board lassen und fängt wieder mit seiner Ausgangspunktezahl vor seinem letzten Durchgang an.
Beim Double Out muß der letzte Pfeil im Double Ring landen. (Beispiel: Rest 40. Der letzte Pfeil muß in Double 20 (auch Tops genannt) landen, um das Spiel zu beenden.
Beim Masters Out darf der letzte Pfeil sowohl im Double Ring als auch Triple Ring landen. (Beispiel: Rest 30. Entweder Double 15 oder Triple 10.)
Der höchste Score ist 180 (dreimal Triple 20) - das höchste Finish 170 ( Triple 20, Triple 20 und Double-Bull). Mit 9 Pfeilen kann das Spiel bei 501 Double Out (theoretisch) beendet sein. Dies ist bisher nur dem amtierenden zweifachen Weltmeister Jörg Schlüter in einem Liga-Spiel belungen.